Warmherzige Menschen schenken Vertrauen, Hoffnung& Menschlichkeit

Sie sind auch leicht zuverheizen 

Mein Interview

http://www.sn-online.de/Schaumburg/Rinteln/Rinteln-Stadt/Ich-moechte-nicht-umsonst-hier-gewesen-sein#comments

Mein Weg mit MS zu leben

Ich bin ein Mensch voller Liebe.

Ich bewege mich durch unsere kalte Welt.

Ich lächele hier und da die Menschen an.

Ich verstehe die Menschen, die traurig,

einsam und verzweifelt sind.

MS die Krankheit der Tausend Gesichter" 

Ja die MS kann zerstöhrerrich sein, 

Ich lebe mit der MS ,aber nicht für sie.

 

Mein Weg mit MS zu leben

Mein Weg... Wo führt er hin, dieser Weg? Ich kann das Ziel nicht sehen. Es scheint unbegreiflich weit entfernt. Ist dieser Weg auch der richtige?  Bringt er mich zum richtigen Ziel? Die anderen sagen Nein. Sie gehen ihren Weg, den normalen Weg. Es kümmert mich nicht! Ich gehe diesen Weg, meinen Weg. Ich gehe ihn schon eine lange Zeit.

Zweifel kamen auf und verschwanden. Denn unklar ist dieser Weg  und bringt mich manchmal zu Fall. Doch ich steh wieder auf und versuche, meinem Ziel entgegen zu sehen. Ein klares Ziel sehe ich nicht! Jedoch ich weiß, dass es mein Weg zum Ziel ist. Er ist der richtige! Ich lasse mich von nichts abbringen, weder von den Hindernissen, noch den "gut gemeinten" Ratschlägen der anderen.

Und ich weiß, ich werde das erreichen, wofür ich diesen Weg gewählt habe. Ich muss ihn gehen - ich ganz allein! Denn es geht immer weiter im Leben: Es gibt immer ein Ziel, das auf uns wartet, eine Spur, der wir folgen dürfen und eine Hoffnung, die uns hält. Dieses, mein Leben mit MS kann ich noch nicht begreifen. Noch ist nicht alles klar...

Ich bin auf dieser Reise und noch nicht da. Ich bin noch nicht, ich werde... Ich bin nicht perfekt. Ich bin auf der Suche - und du hast mich entdeckt. Ich folge ihm, soweit ich ihn seh. Meine Gedanken mich tragen, denn das Leben steht mir offen, weil ich das Leben in mir fühl. Bist du mein Ziel?  Meine Zuversicht? Bist du mein Weg? Du meine Kraft, die ich suche, die ich finde!

Ich verstehe vieles nicht, schau so oft zurück. Soll doch leben in diesen Augenblick, mit mir, mit meinem Ich. Im Leben muss man vorwärts gehen und ich geh leise mit.  Meine Hoffnung lenkt mein geschickt. Ich sehe neue Ziele. Was gestern war, das stört mich nicht mehr. Die Kraft gibt mir die Zuversicht in meinem Leben.

Liebe und Licht und ich fahre im Rolli, soweit ich kann. Denn mein Leben steht mir offen, weil ich das Leben in mir fühl. Du bist meine Kraft. Und ich suche Dich, lauf auf Dich zu, lass alles hinter mir. Gehe meinen Weg ins Licht. MS (Multiple Sklerose) du bist für mich nicht zu begreifen und doch bist du da. 

© Bärbel B. 
alias lachmal
 

Nur  wer  sich viel Zeit nimmt,

um hinter meine Fassade zu schauen,

 der wird überrascht sein, was ihn dort erwartet!!

Das schaffen aber nur ganz wenige.

 Für diese Menschen würde ich barfuß bis zum Nordpol gehen,

die anderen werden immer nur das in mir sehen,

was sie sehen wollen. Aber niemals mich!

Würde für jede verspielte Freundschaft

ein Stern funkeln,
säßen wir nachts nicht mehr im Dunkeln.
Dann würde die Nacht zum Tage
und der Himmel würde strahlen 
wie die Sonne so hell.



Einfach mal Danke sagen  

Wer in seinem Leben nur einen einzigen
ehrlichen Freund hat, ist reich,
einen zu haben, der Dich zum Lachen bringt, 
bist Du nicht mehr aufhören kannst.


Der Dich glauben lässt, dass es in der Welt
tatsächlich Elfen, Feen und Träume gibt.
Der Dich überzeugt davon, dass es irgendwo
eine Tür gibt, die darauf wartet, von 
Dir geöffnet zu werden, wo die Wahrheit
zu Hause ist.


Ein Freund, der Dich nie vergisst, 
wenn es Dir schlecht geht,  
weil Dir die Welt leer und dunkel erscheint,
weil Du verzweifelt bist und keinen 
Sinn im Leben sieht.


Dann ist er da, hört Dir zu, was
Du für Sorgen und Klagen hast
und wenn er fragt, ob er Dir helfen kann, 
dann sei nicht dumm, nimm seine Hilfe an.


Nimmt dieser Freund Dich in den Arm,  
so wird Deine leere Welt plötzlich hell und warm.
Sie leuchtet wieder in den buntesten Farben. 
Freunde begleiten einen in den schwersten Tagen.


Wenn Du Dich abwendest von dieser Welt,
davon läufst, weil Dich nichts mehr hält,  
ein Freund  führt Dich zurück und
zeigt Dir, es lohnt sich zu kämpfen für Dein Glück
und zu bleiben auf dieser Welt.


Er heitert Dich auf, hält Deine Hand
sagt: Komm, ich begleite Dich, 
die Welt ist nicht nur schwarz.
Mach die Augen auf! Denn da draußen geht
die Sonne auf. Sie vertreibt die Dunkelheit.


Lass uns wie echte Freunde über alles reden.
Ich bleibe einen Tag, eine Woche, ein Jahr
so lange bist Du wieder lachst und
Du nicht mehr so schwere Sorgen trägst.


Wenn Du nur ein einzigen Freund hast, 
so hast Du keinen Grund, so verzweifelt zu sein.
Komm, Kopf hoch und lach wieder über
das, was Dich so verzweifeln ließ!


Du hast einen Freund!  Vertraue ihm,
denn er vertraut auch Dir! Sage einfach 
Danke und Du bist ein wahrer Freund.
Oft vergessen wir es, weil wir nicht daran denken
und weil wir selber genug Sorgen haben.


Ja manchmal, da sollte man es einfach tun. 
Da sollte man seinen Mitmenschen zeigen, 
dass da jemand ist. Wenn man mal wieder mutlos ist
und da ist einer, der sagt: Du schaffst das!  
Ich reicht dir meine Hand!  

DANKE MEIN FREUND

 

© Bärbel  B.
alias lachmal

 

Ich möchte nicht umsonst hier gewesen sein“

Die Legasthenie ist eine verrückte Krankheit, nein, nicht Krankheit, sie gilt als vermutlich genetisch bedingte Störung, und wenn jemand weiß, wie sehr es stört, beim Lesen und beim Schreiben auf geradezu fatale Weise die Buchstaben tanzen zu sehen, dann Bärbel B  aus Rinteln.  

„Ich möchte gerne rüberbringen, dass man nicht aufgeben soll, wenn es einem schlecht geht“, sagt Bärbel B

Sie schreibt nämlich, Gedichte und einen Roman, und lesen tut sie ebenfalls, auch wenn das wirklich schwer fällt. Was Bärbels  Geschichte zu einer ganz besonderen macht: Beides, lesen und schreiben, lernte sie erst, als sie längst erwachsen war, dabei außerdem noch behindert durch eine echte Krankheit, Multiple Sklerose, die macht, dass sie nur schlecht sieht und im Rollstuhl sitzen muss.

 „Ja, ich weiß, das klingt wie eine Horrorgeschichte“, sagt sie, „und es war auch oft sehr hart. Ich habe lange überlegt, ob ich die Sache mit der Lese- und Rechtschreibschwäche überhaupt jemandem außer engsten Freunden und Verwandten erzählen soll: Eine behinderte Rollstuhlfahrerin, die das halbe Leben als Analphabetin verbracht hat, na ja, ich hatte Angst, dass man mich einfach für verblödet halten würde.“ Sie lacht, und sieht überhaupt nicht betrübt aus, obwohl sie sich gerade mühsam vom Rollstuhl aufs Sofa rübergehangelt hat. „Wer weiß, wenn ich nicht zum Schreiben gekommen wäre und gesehen hätte, wie positiv andere darauf reagieren, dann hätte ich es wohl nicht gewagt, mich quasi zu outen. All die Worte, die habe ich ja immer besessen, nur die Buchstaben, um sie aufzuschreiben, die fehlten mir.“

Der erste Mensch, der unbefangen realisierte, dass sie gar nicht lesen konnte, war ihre Tochter, damals sieben Jahre alt und selbst gerade damit beschäftigt, sich das Lesen und Schreiben zu erobern. „Ich glaube, sie konnte mir das einfach ins Gesicht sagen, weil ich sowieso keine normale Mutter war, sondern eine, die im Rollstuhl sitzt und sehr oft Hilfe braucht bei Sachen, die für andere eine Selbstverständlichkeit sind“, so Bärbel . „Mit ihr zusammen versuchte ich, mich den Buchstaben anzunähern und sie so zu ordnen, dass nicht immer nur ein Chaos entstand. Langsam wurden aus den Hieroglyphen echte Zeichen.“ Zeichen allerdings, die lange Zeit nur sie selbst lesen konnte, so krakelig war ihre Schrift wegen der Multiplen Sklerose, die Muskeln und Gelenke entzündet, so durcheinandergewirbelt die Buchstaben.

 Eigentlich wäre sie so gerne Archäologin geworden, jedenfalls jemand, der sich mit alter Geschichte und Geschichten beschäftig, doch in der kinderreichen Familie, in der sie aufwuchs, bemerkten die Eltern wenig von ihren Wünschen und Problemen. Sie arbeitete in einer Schuhfabrik und in einem Kindererholungsheim auf einer Nordseeinsel, wo sie ihren Mann kennenlernte. Da war sie etwa 20 Jahre alt und konnte schon merken, dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmt: „Manche Leute dachten schon, ich würde zu viel trinken, weil ich oft das Gleichgewichtsgefühl verlor oder auf einer Treppe stolperte, wenn ich die Stufenabstände nicht richtig einschätzte.“

 Erst, als sie bereits im Rollstuhl saß, hörte sie, dass es die Krankheit „Multiple Sklerose“ gab, dass es ihre Krankheit war und dass damit kaum eine Hoffnung auf Besserung verbunden ist. „Ach, jetzt aber genug davon“, meint sie. „Ich bin ein positiver Mensch und mein Leben hat sich verändert. Ich will nach vorne sehen und nicht zurück.“

Vor fünf Jahren überredeten Freunde sie, sich ein Laptop zu kaufen und zu lernen, mit dem PC umzugehen. „Du hast so viel im Kopf, du musst jetzt richtig schreiben“, sagten sie. Das erste große Erfolgserlebnis kam, als eine Freundin eines der entstandenen Gedichte, das sehr berührend aus der Sicht einer alten Frau geschrieben ist, einer Patientin im Krankenhaus zeigte, die es wiederum weitergab und anderen vorlas. So eindrücklich bittet in diesem Text ein hilfsbedürftiger Mensch um Geduld und dass man sein Leben im Ganzen sehen müsse, nicht nur in seiner Schwäche, dass nun auch eine offizielle Auszeichnung folgte: Auf der Internetseite „mystorys.de“, ein Portal, in dem viele Tausend schreibende Menschen sich gegenseitig und der Öffentlichkeit ihre Texte vorstellen, erhielt es den Titel: „Gedicht des Monats“.

 Überhaupt zeigt sich, dass der Zugang zu PC und Internet gerade für körperbehinderte Menschen ein Segen sein kann. Böhne kommt nur selten aus ihrer Wohnung raus und nimmt kaum am öffentlichen Leben in der Stadt teil. Zwar hat sie gute Freunde – darunter eine wunderbare Frau, die ihre Texte korrigiert (kein Rechtschreibprogramm wäre dem gewachsen) – doch seit sie Gedichte und einen Fortsetzungskrimi auf „mystorys.de“ veröffentlicht, kommuniziert sie auf ganz andere Weise auch mit Menschen, die sie nicht in erster Linie als körperlich geschwächte Rollstuhlfahrerin wahrnehmen, sondern als eine interessante Autorin. „Lachmal“, diesen Benutzernamen hat sie für sich gewählt. „Ich bin stolz darauf, dass ich das alles gewagt habe.“

 Sie habe so viel Hilfe von anderen entgegengenommen, sich auf  ihre Tochter gestützt, da sei es ein gutes Gefühl, auch etwas dazu beizutragen, dass es anderen Menschen besser geht. „Ich möchte nicht umsonst auf dieser Erde gewesen sein“, sagt sie. „Ich möchte gerne rüberbringen, dass man nicht aufgeben soll, wenn es einem schlecht geht, sondern versucht, sich nach guten Dingen umzusehen.


Ich bedanke mich bei  

Cornelia Kurth für dieses Interview

Wir glauben und hoffen und denken
dass einmal ein Wunder geschieht
Doch wenn wir uns dann öffnen 
gibt es ist oft Leid und kummer
aber doch auch viel liebe


Danke und liebe grüße von lachmal

http://www.buch-schreiben.net/kurzgeschichte/lesen2.php?story=85696


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